Elisabeths Kenia-Reise August/September 2025

Elisabeth Merkl, Vorsitzende von Partners of Change e.V., war Ende August/Anfang September als Selbstzahlerin in der Region Kisii unterwegs, um mit Enka Eniya gemeinsam in die Zukunft zu schauen.

Heute war ein Tag zum Feiern

Die Ehrenamtlichen und die Bürokolleg:innen von Enka Enyia brachten heute ihre Familien mit, viele sind schon seit 2002 dabei, und tragen die Begeisterung für die gute Sache in ihren Freundes- und Kollegenkreis, in die Dörfer und auch in ihre Familien. Die Arbeit in Kisii soll weitergehen, und das Fest bot einen Anlass, sich gegenseitig kennenzulernen und auch Gelegenheit, Interesse weiter zu fördern und die Teilnahme an Enka Enyia unter den Jüngeren zu beförden.

Die Ausbreitung des Wert-Zentrierten Ansatzes

In Mosocho, Kisii South und Marani sind sehr gute Grundlagen gelegt für die Arbeit gegen Gewalt gegen Frauen und Weibliche Genitalverstümmelung. Gleich am ersten Tag von Elisabeths Ankunft wurde wieder eine Gruppe Multiplikatoren im Seminargebäude in Mosocho zertifiziert, nachdem sie zwei Jahre geschult worden waren. Weitere Multiplikatoren sollen erreicht werden, nicht nur in diesen drei Kisii-Regionen, sondern in weiteren Regionen Kenias.

Mit den Spendengeldern werden Mitarbeitende finanziert, das ist das Wichtigste. Weitere Gelder sollen dazu beitragen, dass weitere qualifizierte Mitarbeitende in weiteren Regionen eingesetzt werden können. Auch das Seminargebäude soll baulich in Schuss gehalten werden, es wird angestrebt, das Gebäude an das öffentliche Wassernetz anzuschließen. 

Mit einem neuen (leicht veränderten) Namen möchte Enka Enyia bei den vernetzten Aktivitäten in Kenia für die Rechte von Frauen und Mädchen eine Position als nationalweit agierende Organisation erreichen, bisher ist Enka Enyia eine kommunal basierte Organisation.

Last but not least werden Konzepte für die Weiterentwicklung innerhalb der Mitglieder von Enka Enyia diskutiert.

Es tut sich im Moment unglaublich viel.

Ankunft in Nairobi …

… und von dort nach Kisii

Der Empfang in Nairobi durch den Fahrer Alfred und in Kisii durch Enka Enyia wie immer superherzlich!

Von Anderen Gutes abschauen

Zu Besuch bei LLK und Pandiperi

Durch Elisabeths und Roswithas Kontakte kamen Besuche von Enka Enyia bei „The Live and Learn in Kenya“ in Nakuru und bei „Pandiperi“ in Kisumu zustande, die beide für die Versorgung und Ausbildung von Schulkindern tätig sind. Enka Enyia konnte sich mit den Mitarbeiter:innen dort über Fragen der Organisation, Verwaltung und Gebäudeausstattung austauschen.

Festessen für die Familien der Mitarbeitenden von Enka Enyia

Die jüngere Generation

Die Ehrenamtlichen und Mitarbeitenden von Enka Enyia haben inzwischen kleine und große Kinder. Die erwachsenen Kinder haben zum Teil großes Interesse, ebenfalls an der guten Sache mitzuwirken. Die Familien von Enka Enyia kamen zusammen, um sich kennenzulernen. Das Essen wurde von einer Extra-Spende aus Deutschland bezahlt.
(Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken)

Graduation der Multiplikatoren

In Mosocho (=Kitutu Central), im Seminargebäude, werden Multiplikatoren aus Mosochos Nachbarregionen, Marani und Kisii South, geehrt, die einen anderthalb- bis zweijährigen Kurs mit Zertifikat als Freiwillige gegen Geschlechterspezifische Gewalt – Gender Based Violence (GBV) absolviert haben. Im Methoden-Koffer der Ausbildung sind von Enka Enyia entwickelte Pantomimen- und Rollenspiele enthalten. Das Zertifikat wird von einem Chief aus einer der Nachbarregionen überreicht.

Auch die Polizei muss gegen häusliche Gewalt vorgehen, sie fragte bei Enka Enyia nach Kursen an, um Prävention  mit den Methoden des Werte-zentrierten Ansatzes betreiben zu können. 

36 % aller kenianischen Frauen erleiden laut Kenya Survey häusliche Gewalt. Die Kurse gegen Gewalt sind auch ein Baustein für den Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung.

Ein Besuch bei Lencer

von links nach rechts: Magrin und Sohn, Damaris, Elisabeth, Lencer und Marcella

Allabendlicher Regen …

… bringt Segen

Elisabeth war eine Woche in Kenia.


Wussten Sie schon?

Der Wert-Zentrierte Ansatz stellt sicher, dass die Mädchen in Kisii langfristig geschützt sind.