Wycliffe Ogega Mbechne

Wycliffe Ogega Mbechne
Wycliffe Ogega Mbechne

ist ein junger Mann. Unter Tränen erzählt er von seiner ältesten Schwester. Sie wehrte sich mit Händen und Füßen gegen die geplante Beschneidung und flüchtete schließlich zu Verwandten, wurde trotzdem entdeckt und beschnitten. Wycliffe sagt, dass mit dem Fulda-Mosocho-Projekt „Ein Traum wahrgeworden ist“. Wycliffe hat unter anderm „Gender Studies“ an der Universität studiert und ist mit seinem Fachwissen seit 2013 bei Enka Eniya in der Geschäfts- und Projekteleitung beschäftigt. Er schreibt Konzepte, um die Kisii im ländlichen Raum auf Barazas / Dorfversammlungen das Wissen über das „Wonder“, das Wunder des unversehrten weiblichen Körpers vorzustellen. Er kommt auf die Barazas, um mit den Clanältesten über die Folgen von Beschneidung zu sprechen und sie dafür zu gewinnen, sich für die Unversehrtheit der Mädchen auf den Dorfversammlungen einzusetzen. Die Clanältesten sprechen direkt die Eltern an, die wiederum die Elternschulen besuchen, um ihre Mädchen zu bewahren. Die Protokolle und die Dokumentation der Barazas, die in der lokalen Sprache abgehalten werden, übersetzt Wycliffe ins Englische, damit sie später im Netzwerk gegen weibliche Genitalverstümmelung auch in den anderen Kisii-Counties und darüber hinaus als Vorbild verbreitet werden können.

Wycliffe weist darauf hin, dass inzwischen eine Tendenz dazu bestehe, die Mädchen heimlich in der Nacht in Kliniken beschneiden zu lassen. Das sei ein gefährlicher Trend, und man spräche inzwischen mit dem medizinischen Personal, um es davon abzubringen, heimlich zu beschneiden.

Er spricht davon, dass es ein Prozess ist, wenn man mit den Menschen spricht, dass es sich lohnt, zwei- dreimal mit den Entscheidungsträgern und Eltern zu sprechen, um Zeit zu geben, die richtige Entscheidung zu treffen.


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